18. April - Jes 7, 10-17

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  • #1

    William MacDonald (Sonntag, 17 April 2016 23:09)

    7,10-13 Der HERR fordert nun Ahas auf, ein Zeichen zu erbitten, auf der Erde oder am Himmel, das ein Beweis dafür ist, dass das Bündnis zwischen Aram und Israel gegen Juda nichts ausrichten wird. Ahas will aber sein Vertrauen auf den Schutz durch Assyrien nicht aufgeben und weigert sich mit geheuchelter Frömmigkeit und Demut. Dem Herrn gefällt die Haltung des Königs nicht, dennoch gibt er ihm das Zeichen. Vine schreibt:
    "Weil Ahas sich weigerte, ein Zeichen zu fordern, gab ihm der Herr eines nach seiner Wahl, und zwar eins, dessen Bedeutung sich auf Umstände bezog, die weit über die Zeit von Ahas hinausreichten, und das alle »dem Haus David« gegebenen Prophezeiungen und Verheißungen zur Vollendung führen würde. Ahas und die Männer seines Schlages würden keinen Anteil an den Segnungen und Herrlichkeiten haben, die die Erfüllung dieses Zeichens mit sich bringen würde."
    7,14 Wie so manche Weissagung, so scheint auch diese eine frühe Erfüllung (in den Tagen des Ahas) und eine spätere, vollständige Erfüllung (mit dem Ersten Kommen Christi) gefunden zu haben. Vers 14 weist unmissverständlich auf Christus hin, den Sohn der Jungfrau16, dessen Name anzeigt, dass er »Gott mit uns« (hebräisch Immanuel) ist. Wir zitieren nochmals Vine:
    "»Siehe«, so wird bei Jesaja immer etwas eingeführt, was sich auf die Zukunft bezieht. Die Wahl des Wortes alma ist bezeichnend. Im Unterschied zu betula (das ist ein Mädchen, das bei den Eltern wohnt und dessen Heirat noch nicht bevorsteht) ist alma eine erwachsene, heiratsfähige Frau."
    7,15-17 Die Verse 15 und 16 können sich auf Jesajas zweiten Sohn, Maher-Schalal-Chasch-Bas, beziehen, der in 8,18 ein Zeichen genannt wird. Dieser von einer Jungfrau geborene Sohn wird in Armut leben (Rahm und Honig essend), bis er so alt wird, dass er verantwortlich handeln kann. Aber bevor er so alt wird, soll das Land von Aram und Israel verlassen sein, und das Bündnis, vor dem sich Juda fürchtete, würde zerbrechen. Doch wird Gott auch Juda durch die Einfälle des Königs von Assyrien strafen. Und wie?