11. April - Jes 5, 1-7

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Kommentare: 2
  • #1

    William MacDonald (Sonntag, 10 April 2016 22:41)

    3. Israels Strafe wegen seiner Sünden (Kap. 5)

    5,1-2 In dem Lied, das Jesaja für seinen Geliebten singt (d.h. für den HERRN), besinnt er sich darauf, wie freundlich der Herr sich um seinen Weinberg gekümmert hat. Gott wählte den besten Ort, kultivierte das Land und bepflanzte ihn mit Edelreben, er beschützte ihn und baute eine Kelterkufe in der Hoffnung auf eine gute Ernte. Statt der erwarteten Früchte (Gehorsam, Dank, Liebe, Anbetung, Dienst für ihn) fand er nichts als unangenehm riechende schlechte Beeren (Ungehorsam, Auflehnung, Götzendienst).
    5,3-6 Aufgebracht fragt der HERR Juda, was er noch hätte tun können und warum man ihm alles so schlecht vergalt. Dann verkündet er dem Volk die bevorstehende Strafe. Er würde Judas schützenden Zaun entfernen. Das Land würde überfallen und verwüstet werden; es würde Dornen und Disteln tragen und von Dürre geplagt sein. All das weist natürlich auf die bevorstehende Gefangenschaft hin.
    5,7 Die Ursache dafür liegt auf der Hand: Als Gott auf Recht und Gerechtigkeit wartete, sah er nichts als Mord und hörte das Geschrei der in den Staub Getretenen.

  • #2

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Montag, 11 April 2016 09:16)

    Hallo Geschwister,

    der heutige Text enthält ganz offensichtlich auch eine Botschaft an uns Christen: Auch wir sind geistlich kultiviert und erschaffen worden, um Glaubensfrüchte für Gott zu bringen. Unsere Errettung ist kein Selbstzweck. Durch Jesus Christus hat Gott alles getan, was er tun konnte, um uns zu einem fruchtvollen Leben zu bringen. Deswegen gilt auch jedem von uns, der keine Frucht bringt, die Klage: "Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, das ich nicht getan habe?" (V. 4a). Aber auch die Gerichtsandrohung gilt diesen unter uns, zumindest in letzter Konsequenz. Positiv formuliert: Wir sind die "Lieblingspflanzung" (V. 7) Gottes. Und Adel verpflichtet. Wir stehen also in einer Bringschuld. Aber es gilt auch, was wir in einem sehr passenden nt-lichen Text lesen: "getrennt von mir könnt ihr nichts tun" (Joh 15,5). Joh 15 lässt sich sehr schön parallel zum heutigen Text lesen. Denn Glaubensfrüchte können wir nur bringen, wenn Gottes Lebenskraft und Lebenssaft in uns ist. Was ist also die Konsequenz aus allem: Ließ die Bibel, bet jeden Tag, wenn du wachsen willst!