1. April - Jes 1, 21-25

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Kommentare: 2
  • #1

    William MacDonald (Donnerstag, 31 März 2016 21:59)

    1,21-23 Jerusalem ist nicht mehr eine Stadt der Treue, des Rechts und der Gerechtigkeit. Sie ist zu einer Hurenstadt und einer Zuflucht von Mördern geworden. Alles Wertvolle ist darin verdorben, und ihre Obersten sind Diebesgesellen. Überall gibt es Bestechung und Ungerechtigkeit.
    1,24-31 Darum wird Gott seinen Zorn ausgießen über alle, die sich durch ihre Sünde als seine Feinde erweisen. Seine Gerichte werden alle Unreinheit beseitigen und Jerusalem zu ihrer früheren Herrlichkeit zurückbringen. Gottes Gerechtigkeit wird für die Errettung derer bürgen, die Buße tun.
    Der zusammengesetzte Name Gottes, »HERR der Heerscharen«, bestätigt die Unabwendbarkeit der angekündigten Gerichte.
    Die Sünder und Abtrünnigen werden beschämt wegen der Terebinthen und Gärten (mit Opferaltären für Götzen). Sie selbst werden den Terebinthen gleichen, deren Laub verwelkt, und den dürren Gärten ohne Wasser. Anführer, die sich auf ihre Stärke verlassen (»der Starke«) werden zu Werg, das durch ihr eigenes böses Tun entzündet wird.

  • #2

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Freitag, 01 April 2016 09:49)

    Hallo Geschwister,

    ein Gedanke zur Frage aus dem Schwarzbrot-Buch: Welchen Zusammenhang siehst du zum sittlichen Verfall in der heutigen Zeit und was sagt Gottes Wort dazu?

    Auch gegenwärtig ist ein sittlich-moralischer Verfall zu beobachten: hohe Scheidungsrate, Gleichstellungstendenzen der Homosexualität mit Ehe, ausbreitende Gender-Mainstream-Ideologie, steigende Einbruchsraten usw. In unserem heutigen Text droht Gott seinem Volk wegen einer ähnlichen Entwicklung "Reinigungsmaßnahmen" an. Gilt das auch für Deutschland? Nicht ganz, würde ich sagen, weil Israel als auserwähltes Volk eine Sonderstellung bei Gott hat und damit auch eine Sonderbehandlung zu erwarten hat. Gottes spezielles Verhältnis zu Israel klingt in V. 21 an (eheliche Untreue ist ein häufiges Motiv, womit Israels Abfall von Gott beschrieben wird). Dennoch hat Gott auch das deutsche Volk im Blick und lenkt alle Weltereignisse. Insofern muss auch Deutschland mit Gottes Gerichtsmaßnahmen rechnen. Röm 1 beschreibt dabei eine der schlimmsten Gerichtsformen: das "Dahingeben" (vgl. V. 24.26.28). Gott lässt Menschen manchmal in ihren sündigen Bestrebungen laufen und damit auch in ihr eigenes Unglück (bedenkt: Sünde ist immer zerstörerisch und schädlich). Dies halte ich für die schlimmste Form des Gerichts, weil Umdenken und Umkehr dadurch (fast) unmöglich werden. Ein solcher Mensch bzw. eine solche Gesellschaft rennt so in ihr eigenes Verderben und wird von Gott nicht mehr zurückgehalten.
    Was ist die Konsequenz für uns aus dieser Betrachtung? Wir müssen Sünde in unserem Leben ernst nehmen, weil es uns sonst zerstört und von Gott trennt. Es ist besser, Gott züchtigt uns hart (wie wir es mehrmals an der Geschichte Israels sehen können), als dass er uns laufen lässt. Wenn wir aber ein williges und gehorsames Herz haben, bleibt uns sehr vieles erspart. Wenn wir Sünde in unserem Leben nicht tolerieren und bußfertig sind, bewegen wir uns auf dem Weg des Lebens und des Segens. Dann gilt uns (vor allem geistlich), was wir gestern gelesen haben: "Seid ihr willig und gehorsam, so sollt ihr das Gutes des Landes essen" (V. 19).