30. März - Jes 1, 10-17

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Kommentare: 2
  • #1

    William MacDonald (Dienstag, 29 März 2016 22:17)

    1,10-15 Die Anführer des Volkes von Jerusalem (Sodom und Gomorra) sollten begreifen, dass Gott Rituale ohne innere Wirklichkeit, Opfer ohne Gehorsam und Gaben ohne deren Geber ablehnt. Solange die Israeliten in Sünden leben, ist ihre Anwesenheit im Tempel nur ein dreistes Zertreten seiner Vorhöfe. Die Vermischung von Sünde und Festversammlungen ist ihm ein Gräuel. Er wird nicht auf ihre ausgebreiteten Hände und vielen Gebete achten.
    W.E. Vine warnt die Gläubigen von heute vor derselben Gefahr:
    Bloße äußerliche Religiosität ist immer ein Mantel, mit dem man seine Ungerechtigkeit verhüllt. Der Herr fällt darüber in Matthäus 23 sein vernichtendes Urteil. Diese schuldhafte Haltung des Judentums zeigt sich auch weithin in der Christenheit. Das Gewissen eines Gläubigen kann so sehr abgestumpft sein, dass man religiöse Handlungen ausüben und gleichzeitig in Sünde leben kann.
    1,16-17 Was war zu tun? Sie sollten sich waschen durch Buße und indem sie das Böse nicht mehr ausübten, dann sollten sie Gutes tun und für soziale Gerechtigkeit sorgen.

  • #2

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Mittwoch, 30 März 2016 06:42)

    Guten Morgen Geschwister,

    V. 15 lehrt auch uns eine wichtige Wahrheit: Wenn wir keine Gebetserhörung erfahren oder den Eindruck haben, Gott hört nicht auf unsere Gebete, kann es daran liegen, dass unsere "Hände [...] voll Blut" (V. 15) sind, dass es also Sünde in unserem Leben gibt, an der wir festhalten. Dann gilt: "Wascht, reinigt euch! Tut das Böse, das ihr getan habt, von meinen Augen hinweg; hört auf, Böses zu tun!" (V. 16). 1Joh 1,9 zeigt uns, wie diese Reinwaschung funktioniert.