29. März - Jes 1, 1-9

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Kommentare: 3
  • #1

    William MacDonald (Montag, 28 März 2016 20:11)

    »Jesaja … ist der hervorragendste der hebräischen Propheten und Schriftsteller. Unübertroffen sind die Großartigkeit seiner Sprache, die Strahlkraft seiner Metaphorik, die Gewandtheit und Schönheit seines Stils. Zu Recht hat man ihn den ›Fürsten der alttestamentlichen Propheten‹ genannt.«
    Merrill F. Unger

    I. Weissagungen über Strafen und Segnungen zur Zeit Jesajas (Kap. 1-35)

    A. Gericht über Juda und Jerusalem; aber immer wieder schimmert Herrlichkeit hindurch (Kap. 1-5)

    1. Gottes Rechtsstreit mit Israel (Kap. 1)

    1,1 Der erste Vers des Jesajabuchs gleicht einer Überschrift; seine historische Bedeutung wurde in der Einführung behandelt.
    1,2-3 Das gesamte Universum wird aufgerufen, einem Gericht beizuwohnen, in dem Gott der Richter ist und Juda und Jerusalem die Angeklagten sind. Die Anklage wirft den Juden vor, dass sie widerspenstige Kinder seien, die von Gott abgefallen sind und nicht die natürliche Dankbarkeit und Ergebenheit zeigen, die man sogar von Haustieren erwarten kann.
    1,4-6 Das schuldbeladene Volk von Übeltätern hat den Heiligen Israels verworfen. Gottes Züchtigungen haben nicht gefruchtet, obwohl der ganze Körper voller Wunden und Striemen und frischen Schlägen ist.
    1,7-9 Mit Vers 7 beginnt der Prophet die Zukunft zu beschreiben, als habe sie schon stattgefunden.5 Eingedrungene Feinde haben Israel zur Öde gemacht. Jerusalem, die Tochter Zion, gleicht einer armseligen, für kurze Dauer errichteten Hütte, die verlassen im Elend steht. Würde Gott in seiner Gnade nicht einen ganz kleinen Überrest verschonen, wäre das Verderben so vollständig wie das von Sodom und Gomorra.

  • #2

    Jonas & Silvia (Dienstag, 29 März 2016 11:31)

    Hallo ihr Lieben.

    In dem Text lesen wir von folgenden Dingen:
    1) Gott hat Kinder
    2) Diese haben Gott verlassen und folglich keine Erkenntnis Gottes.
    3) Diese Kinder haben trotz Züchtigung Gott den Rücken gekehrt.
    4) Diese Kinder sind durch und durch verdorben, sündig und wollen nicht Buße tun.
    5) Gott hat dementsprechend Gericht geübt.
    6) Ein Überrest an Gläubigen ist übriggeblieben
    7) Dadurch ist Gottes Gnade erkennbar

    Anwendung für uns Christen:
    1) Wenn ich mich bewusst für einen gottlosen Weg oder gar gottloses Leben entscheide, wird das nicht ohne göttliche Konsequenzen bleiben. Gott wird mich in irgendeiner Weise richten. Verlass dich drauf.
    2) Wenn ich Gott wohlgefällig lebe hat das auch positive Auswirkungen auf die universale Gemeinde Gottes

  • #3

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Dienstag, 29 März 2016 16:42)

    Hallo Geschwister,

    aus dem Text (und den Beobachtungen von Jones&Silvia) sind viele Parallelen zum christlichen Leben zu ziehen. Insgesamt lässt sich aus der Gesamtgeschichte Israels vieles für die christliche Nachfolge lernen. Schon früh sind mir Parallelen aufgefallen wie:
    - Auszug aus Ägypten = Bekehrung und Errettung
    - Gefahren und Schwierigkeiten in der Wüste = geistliche Herausforderungen und Anfechtungen
    - verheißenes Land = ewige Herrlichkeit
    Natürlich darf man sich in den Details bei einer geistlichen Deutung nicht verrennen, aber das AT ist voll von "Bildern" (natürlich waren es auch wirkliche Ereignisse), die geistliche Wahrheiten aufzeigen, die im NT wieder auftauchen. Eine solche Perspektive macht das Lesen des ATs noch reichhaltiger. Lasst uns diesen Blick also bei der Lektüre von Jesaja beachten und darüber austauschen. Das wird auch uns berreichern.