27. März - Mk 16, 1-8

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  • #1

    William MacDonald (Samstag, 26 März 2016 22:15)

    Der Knecht siegt (Kap. 16)

    A. Die Frauen am leeren Grab (16,1-8)

    16,1-4 Am Samstagabend kamen die beiden Marias und Salome zum Grab, um den Leib Jesu mit wohlriechenden Ölen zu salben. Sie wussten, dass es nicht leicht werden würde. Sie wussten, dass ein schwerer Stein vor die Öffnung des Grabes gerollt worden war. Sie wussten, dass die Römer das Grab versiegelt und eine Wache davor postiert hatten. Aber Liebe überwindet Berge, um den Gegenstand der Liebe erreichen zu können. »Sehr früh« am Sonntagmorgen fragten sie sich laut, wer »den Stein von der Tür der Gruft wegwälzen« würde. Sie blickten auf und sahen, dass das schon erledigt war! Wie oft geschieht es, dass wir den Heiland ehren wollen und dann feststellen: Die Schwierigkeiten sind schon beseitigt, ehe wir auf sie treffen.
    16,5.6 »Und als sie in die Gruft eintraten«, sahen sie einen Engel in der Gestalt eines jungen Mannes in weißen Kleidern. Er zerstreute ihre Angst sofort mit der Verkündigung, dass Jesus auferstanden war. Das Grab war leer.
    16,7 Der Engel beauftragte sie dann als Boten der Auferstehung. Sie sollten es »seinen Jüngern und Petrus« sagen, dass Jesus sie in Galiläa treffen wolle. Man beachte, dass Petrus, der Jünger, der seinen Herrn verleugnet hatte, hier ausdrücklich erwähnt wird. Der auferstandene Herr hatte ihn nicht verstoßen, sondern liebte ihn noch immer und sehnte sich danach, ihn zu sehen. Er musste besonders betreut werden. Das irrende Schaf musste in die Gemeinschaft seines Hirten zurückgeführt werden. Der untreu Gewordene musste ins Vaterhaus zurückkehren.
    16,8 Die Frauen flohen mit gemischten Gefühlen vom Grab. Sie waren zu verängstigt, irgendjemandem zu erzählen, was geschehen war. Das ist nicht erstaunlich. Das Wunder ist, dass sie bis zu diesem Zeitpunkt so mutig, treu und hingegeben gewesen waren.