24. März - Mk 15, 1-20a

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Kommentare: 3
  • #1

    William MacDonald (Mittwoch, 23 März 2016 22:22)

    Die morgendliche Verhandlung vor dem Hohen Rat (15,1)

    15,1 Dieser Vers beschreibt eine weitere, am Morgen stattfindende Versammlung des Hohen Rats, die vielleicht zusammengerufen worden war, um die ungesetzliche Handlung der Nacht zu legitimieren. Als Ergebnis wurde Jesus gebunden und vor Pilatus geführt, den römischen Statthalter in Israel.

    Jesus vor Pilatus (15,2-5)

    15,2 Bisher fand die Verhandlung gegen Jesus vor den religiösen Führern wegen Gotteslästerung statt. Nun wurde er vor ein weltliches Gericht geführt und wegen Verrats angeklagt. Auch der weltliche Prozess fand in drei Phasen statt – erst vor Pilatus, dann vor Herodes und dann wieder vor Pilatus.
    »Pilatus fragte ihn«, ob er »der König der Juden« sei. Wenn er es wäre, dann wollte er sicher den Kaiser beseitigen und wäre damit des Verrats schuldig.
    15,3-5 Die Hohenpriester klagten Jesus heftig an. Pilatus konnte beim besten Willen nicht begreifen, wie der Herr angesichts solcher überwältigender Anklagen völlig gelassen blieb. Er fragte ihn, warum er sich nicht verteidigte, aber Jesus weigerte sich, seinen Feinden zu antworten.

    Jesus oder Barabbas? (15,6-15)

    15,6-8 Es war für den römischen Statthalter üblich, zu diesem Fest einen jüdischen Gefangenen freizugeben – eine Art politische Beruhigungspille für das unzufriedene Volk. Einer dieser Gefangenen, der freigegeben werden konnte, war Barabbas, ein Aufrührer und Mörder. Als Pilatus dem Volk anbot, Jesus freizugeben, um die neidischen Hohenpriester zu ärgern, wurde das Volk dazu veranlasst, um Barabbas zu bitten. Gerade die Männer, die eben noch Jesus wegen Verrates gegen den Kaiser angeklagt hatten, erbaten nun die Freilassung eines Mannes, der sich dieses Verbrechens wirklich schuldig gemacht hatte! Die Haltung der Hohenpriester war irrational und haarsträubend – aber so ist die Sünde nun einmal: Im Grunde beneideten sie ihn um seine Popularität.
    15,9-14 Pilatus fragte daraufhin, was er mit dem tun solle, den sie den »König der Juden« nannten. Die Menge schrie brutal: »Kreuzige ihn!« Pilatus fragte nach einem Grund, aber es gab keinen. Eine Massenhysterie war ausgebrochen. Sie konnten nur noch schreien: »Kreuzige ihn!«
    15,15 So tat der rückgratlose Pilatus, was sie verlangten – »er gab ihnen den Barabbas los«, ließ Jesus geißeln und überlieferte ihn den Soldaten, damit sie ihn kreuzigten. Und doch haben wir hier ein Gleichnis unserer Erlösung – der Schuldlose wird dem Tode überliefert, damit der Schuldige straflos ausgehen kann.

    Die Soldaten verspotten den Knecht Gottes (15,16-21)

    15,16-19 »Die Soldaten aber führten ihn in den Hof« der Statthalterresidenz. Nachdem die ganze Schar zusammengerufen war, führten sie eine Krönungsszene auf, um den König der Juden zu verspotten. Wenn sie nur geahnt hätten, wen sie vor sich hatten! Es war der Sohn Gottes, dem sie ein Purpurgewand umlegten. Sie krönten ihren eigenen Schöpfer mit Dornen. Sie verspotteten den Erhalter des Universums als König der Juden. Sie schlugen den Herrn des Lebens und der Herrlichkeit auf das Haupt. Sie spien den Friedefürsten an. Spottend beugten sie ihre Knie vor dem König der Könige und dem Herrn aller Herren.

  • #2

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Donnerstag, 24 März 2016)

    Guten Morgen Geschwister,

    der Kommentar von MacDonald hat auf ein Gleichnis hingewiesen, dass mir bisher immer entgangen ist:
    Barabbas als Gleichnis für uns sündige und verlorene Menschen. Durch Jesu Verurteilung und Tod kam Barabbas, der wahre Verbrecher, frei. Ein ungerechter Tausch hatte stattgefunden. Genauso ungerecht ist der Tausch Jesu mit uns gewesen. Es ist unrecht gewesen, dass Jesus den Tod erlitten hat, den wir hätten erleiden müssen. Ist Gott deswegen ungerecht gewesen? Nein, sondern gnädig. Seiner Gerechtigkeit wurde nämlich Genüge getan, als sein Zorn sich entludt - über Jesus. Uns konnte er daraufhin mit Gnade begegnen. Was für ein Tausch! Petrus drückte es folgendermaßen aus: "Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte" (1Petr 3,18).

  • #3

    Jonas (Donnerstag, 24 März 2016 09:40)

    Guten Morgen.

    Wir können bald mal wieder einen Filmabend machen. Ich habe den Spielfilm "Barabbas", ein Historiendrama. Ist ein Zweiteiler der über 3 Stunden geht. Interessant ist, dass der Mann sich später bekehrt. Ob das wirklich so war, müsste man mal prüfen.