23. März - Mk 14, 66-72

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  • #1

    William MacDonald (Dienstag, 22 März 2016 22:51)

    Petrus verleugnet Jesus und weint bitterlich (14,66-72)
    14,66-68 Petrus wartete »unten im Hof« des Gebäudes. »Eine von den Mägden des Hohenpriesters« kam vorbei. Sie schaute ihn sich an und klagte ihn dann an, ein Jünger des Nazareners Jesus zu sein. Der erbärmliche Jünger gab vor, davon nichts zu wissen, und ging gerade rechtzeitig hinaus in den Vorhof, um den Hahn krähen zu hören (Anmerkung revidierte Elberfelder Bibel). Das war ein gespenstischer Augenblick. Die Sünde forderte ihren Tribut.
    14,69.70 Die Magd sah ihn nochmals und bezeichnete ihn als einen Jünger Jesu. Wieder leugnete Petrus kalt und fragte sich vielleicht, warum die Leute ihn nicht in Ruhe lassen konnten. Dann sagten die Dabeistehenden zu Petrus: »Wahrhaftig, du bist einer von ihnen, denn du bist auch ein Galiläer.«
    14,71.72 Fluchend und schimpfend verteidigte sich Petrus, diesen Menschen nicht zu kennen. Sobald er das gesagt hatte, »krähte zum zweiten Mal der Hahn«. Die Natur schien so gegen diese feige Lüge zu protestieren. Blitzartig erkannte Petrus, dass geschehen war, was der Herr vorhergesagt hatte. Er brach zusammen und weinte. Es ist bedeutsam, dass alle vier Evangelien die Verleugnung des Petrus berichten. Wir müssen alle lernen, dass Selbstvertrauen zur Demütigung führt. Wir müssen lernen, uns selbst zu misstrauen und uns ausschließlich auf die Macht Gottes zu verlassen.