20. März - Mk 14, 32-42

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  • #1

    William MacDonald (Samstag, 19 März 2016 23:20)

    Der Kampf in Gethsemane (14,32-42)
    14,32 Dunkelheit hatte sich über das Land gesenkt. Es war die Nacht von Donnerstag auf Freitag. Als Jesus und die Jünger zu einem umfriedeten Grundstück namens Gethsemane kamen, ließ der Herr Jesus acht Jünger in der Nähe des Eingangs zurück.
    14,33.34 »Und er nimmt den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich« tiefer in den Garten hinein. Dort empfand er die überwältigende Last seiner Aufgabe, für uns als Sündopfer zu sterben. Wir können nicht erfassen, was es für ihn, den Sündlosen, bedeutete, für uns zur Sünde gemacht zu werden. Er verließ die drei Jünger mit der Anweisung, zu bleiben und zu wachen. »Er ging ein wenig weiter« in den Garten – allein. Ebenso allein würde er später ans Kreuz gehen und das schreckliche Gericht Gottes über unsere Sünden tragen.
    14,35 Mit Verwunderung und Erstaunen sehen wir, wie der Herr sich auf den Boden niederwirft und zu Gott betet. Wollte er das Kreuz umgehen? Keinesfalls, denn das war der Zweck seines Kommens auf diese Erde. Erst betete er, »dass, wenn es möglich sei, die Stunde an ihm vorübergehe«. Wenn es einen anderen Weg gäbe, Sünder zu retten, als seinen Tod, seine Grablegung und seine Auferstehung, dann sollte Gott diesen Weg offen baren. Aber der Himmel schwieg. Es gab keinen anderen Weg, uns zu erretten.
    14,36 Und wieder betete er: »Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst!« Man beachte, dass er Gott hier als seinen geliebten Vater anspricht, dem alles möglich ist. Aber das hier war nicht so sehr eine Frage der tatsächlichen, sondern der gott gewollten Möglichkeit. Konnte der allmächtige Vater eine andere gerechte Grundlage finden, auf der er gottlosen Sündern vergeben konnte? Der schweigende Himmel zeigt an, dass es keine andere Möglichkeit gab. Der heilige Sohn Gottes musste leiden und sterben, um die Sünder von ihrer Sünde zu befreien!
    14,37-40 Als er zu den drei Jüngern zurückkam, fand »er sie schlafend« – ein trauriger Hinweis auf ihre gefallene menschliche Natur. Jesus warnt nun Petrus davor, in dieser entscheidenden Stunde zu schlafen. Gerade erst hatte Petrus von seiner unerschütterlichen Standhaftigkeit geprahlt. Nun konnte er noch nicht einmal wach bleiben. Wenn man nicht eine Stunde lang beten kann, ist es unwahrscheinlich, dass man in der Lage ist, in einer Extremsituation der Versuchung zu widerstehen. Es ist dabei ganz gleichgültig, wie viel Begeisterung man aufbringt; es ist notwendig, mit der Schwäche des Fleisches zu rechnen.
    14,41.42 Dreimal kam der Herr Jesus zurück und fand die Jünger schlafend. Dann sagte er: »So schlaft denn fort und ruht aus! Es ist genug; die Stunde ist gekommen, siehe, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder überliefert.« Damit standen sie auf, als wenn sie weggehen wollten, aber die Häscher waren bereits im Anmarsch.