18. März - Mk 14, 22-25

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Kommentare: 3
  • #1

    William MacDonald (Donnerstag, 17 März 2016 22:53)

    Das erste Herrenmahl (14,22-26)
    14,22-25 Nachdem Judas das Brot gegessen hatte, ging er hinaus in die Nacht (Joh 13,30). Jesus setzte dann das Herrenmahl ein. Seine Bedeutung wird durch drei Worte wunderbar umrissen:
    1. er nahm – das Menschsein auf sich,
    2. er brach – bald würde sein Leib am Kreuz gebrochen werden,
    3. er gab – sich selbst für uns.
    Das Brot stand für seinen hingegebenen Leib, der Kelch für sein vergossenes Blut. Durch sein Blut unterzeichnete er den neuen Bund. Für ihn würde es keine Festfreude mehr auf Erden geben, bis er auf die Erde zurückgekehrt sein wird, um sein Reich aufzurichten.

  • #2

    Jonas (Freitag, 18 März 2016 09:54)

    Guten Morgen ihr Lieben.

    Wir haben gestern auf der Leitungssitzung besprochen, dass wir es mal ausprobieren wollen einen Kommentar/eine Andacht zu unserm Text zu Wort kommen zu lassen. Wir probieren es mal mit dem Kommentar von William MacDonald. Er wird schon beim Freischalten direkt mit eingebracht, sodass ihr ihn am Morgen direkt lesen könnt. Das entlastet uns zum einen und zum anderen ist dann auf jeden Fall gleich morgens schon immer ein Gedanke zum Text dabei.

  • #3

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Freitag, 18 März 2016 11:32)

    Hallo Geschwister,

    zwei Gedanken zun heutigen Text:

    1) Das Abendmahl wird hier vom König selbst eingesetzt. Seit diesem Zeitpunkt soll es zur Erinnerung und Verkündigung des Todes und der Auferstehung Jesu Christi dienen. Das hat es die letzten zweitausend Jahre auch getan. Im Abendmahl erinnern wir uns auch heute noch daran, wie Christus uns in einen neuen Bund mit dem Vater gestellt hat (übrigens: unser "Neues Testament" ist nur eine andere Übersetzung von "Neuer Bund"). Im Abendmahl gehen uns die Augen für Christus und sein Rettungswerk immer wieder neu auf. Genauso erging es den Jüngern von Emmaus, als Jesus ihrer Einladung folgend mit ihnen zu Abend aß. Lukas benutzt in seinem Bericht exakt dieselben Formulierungen wie Markus im heutigen Text: "nahm er das Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen" (Lk 24,30). Daraufhin "wurden ihnen die Augen geöffnet, und sie erkannten ihn" (Lk 24,31). Später erzählten sie dann den anderen Jüngern, "wie er von ihnen am Brotbrechen erkannt worden war" (Lk 24,35). Im Abendmahl dürfen wie Jesus Christus immer wieder neu erkennen, denn wir Menschen sind viel zu vergesslich. Wir brauchen diese regelmäßige Erinnerung. Deswegen gab uns Gott auch dieses Ritual, um regelmäßig die Augen wieder geöffnet zu bekommen für die Größe und Herrlichkeit des Evangeliums.

    2) Nach Jesu Auferstehung brach er das Brot wieder mit seinen Jüngern (s. oben). Nirgends lesen wir aber, dass er auch den Kelch wieder mit ihnen trank. Es ist also ein noch ausstehendes Ereignis bei der Aufrichtung des sichtbaren Reiches. Obwohl das Reich Gottes schon angebrochen ist (in unsichtbarer Form der Herrschaft Jesu in den Gläubigen), warten wir noch auf die endgültige Etablierung. Bis dahin feiern wir das Abendmahl in der Gemeinde wohl wissend, dass die große Abendmahlsfeier mit dem König selbst noch aussteht.