8. März - Mk 12, 38-40

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Kommentare: 2
  • #1

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Dienstag, 08 März 2016 07:14)

    Hallo Geschwister,

    eine Frage und eine Beobachtung:

    1) Es ist nicht schwer, die Herzensmotive der Schriftgelehrten zu erkennen, die sie antrieben. Welche sind es? Sind unsere Herzen frei davon?

    2) Mich beeindruckt es, wie gut Jesus sein Publikum kannte, zu dem und über das er predigte (bis auf den ersten Teilsatz und den letzten Satz ist der heutige Text eine reine Beschreibung der Schriftgelehrten und ihres Verhaltens). Ich sehe für mich und auch für alle, die in irgendeiner Weise die Bibel predigen oder das Evangelium weitergeben, die Herausforderung, nach einer gründlichen Bibelkenntnis auch die Menschen im Umfeld zu kennen, zu denen man spricht. Das bedeutet v.a., Beobachtungen zu machen (aus der erarbeiteten biblischen Perspektive) und diese genauso konkret und treffend formulieren zu können, wie Jesus es tat. Ich möchte wissen, was die Menschen in meinem Umfeld bewegt und möchte treffend in ihr Leben sprechen können. Allerdings: Dazu ist an erster Stelle ein gründliches Bibellesen und -studium nötig. Denn die Bibel beschreibt den Menschen in seinem Wesen, Streben und Handeln, wie es niemand könnte. Wenn ich also die Bibel fleißig studiere, werde ich auch die Menschen um mich herum besser kennenlernen und so in ihr Leben sprechen können, wie Jesus es auch tat.

  • #2

    Jonas (Dienstag, 08 März 2016 11:32)

    Liebe Geschwister,

    meine Gedanken zu Arturs Fragen:

    zu 1: Die Schriftgelehrten traten gut gekleidet auf, erwarteten, dass man sie ehrfurchtsvoll grüßt, nahmen die vordersten Plätze wie selbstverständlich in Anspruch und bei Festessen die Ehrenplätze. Sie wollten jemand besonderes, hohes sein, vor dem sich die gewöhnlichen Leute beugten. So wie heute vielleicht hohe Politiker oder auch Kirchenleute, v.a. in der katholischen Kirche (daran erinnern mich die Schriftgelehrten besonders). Aber schlimmer noch: Sie verschlingen den Besitz der Witwen. Sie nutzen also die Schwachen der Gesellschaft, die sich selbst kaum wehren können, aus! Zum Schein, also um den Schein des "heiligen Gottesmannes" zu wahren, beten sie lange!
    Was für eine Heuchelei!! Das Motiv ist keineswegs Gott zu gefallen, sondern selbst den höchsten Nutzen aus der Position eines Schriftgelehrten herauszuholen! Total fleischlich, total sündig! Und das deckte Jesus ohne Ansehen der Person gnadenlos auf!

    Zu 2: Sehr gute Gedanken!