25. Februar - Mk 10, 32-34

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Kommentare: 2
  • #1

    Jonas (Donnerstag, 25 Februar 2016 11:19)

    Hallo ihr Lieben.

    Hier mal der Versuch einer Gegenüberstellung der drei Leidensankündigungen im Markus-Evangelium:
    1. Mk 8,31-33: Der Sohn des Menschen muss viel leiden, von den Ältesten & obersten Priestern & Schriftgelehrten verworfen und getötet werden, am dritten Tag wieder auferstehen
    2. Mk 9,31-32: Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert & sie werden ihn töten, am dritten Tag wird er auferstehen
    3. Mk 10,32-34: Der Sohn des Menschen wird den obersten Priestern & Schriftgelehrten ausgeliefert werden & sie werden ihn zum Tode verurteilen & ihn den Heiden ausliefern, sie werden ihn verspotten, geißeln, anspucken und töten, am dritten Tag wieder auferstehen

    Die dritte Leidensankündigung ist wie erwartet die ausführlichste. Hier werden die Heiden erwähnt und dass neben dem Mord und der Auferstehung auch Spott, Geißelung und Angespuckt werden Jesus erwartet. Interessant dass Jesus in allen drei Ankündigungen von sich als dem Sohn des Menschen spricht. Dieser Begriff kommt insgesamt 13 mal in Mk vor und immer in Jesu eigener Rede.

    Wer möchte den Synoptischen Vergleich wagen? (sprich: im Mk&Lk die drei Leidensankündigungen vergleichen mit den drei aus Mk)

    Was haltet ihr von folgender Anwendung: Wer mit Jesus unterwegs ist (wer von ihm erwählt ist), dem vertraut er Großes an. ?
    Oder was für eine Anwendung würdet ihr aus diesem Text ziehen?

  • #2

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Donnerstag, 25 Februar 2016 21:33)

    Hallo Geschwister,

    ich bin heute an der einleitenden Formulierung hängengeblieben: "Sie waren aber auf dem Wege hinauf nach Jerusalem und Jesus ging ihnen voran" (V. 32).
    Auch wir sind auf dem Weg nach Jerusalem - in das himmlische Jerusalem. Und auch in dieser Hinsicht gilt: Jesus ging voran. Auf seinem Weg musste er einiges an Leid auf sich nehmen (V. 33f.), aber am Ende dieses Weges wartete die herrliche Auferstehung und die Heimreise zum Vater. Jesu Vorangehen zeichnet auch unseren Weg. Auch wir müssen mit Schwierigkeiten auf dem irdischen Weg umgehen. Leid und Anfechtungen bleiben uns genauso wenig erspart, wie sie dem Sohn Gottes erspart blieben. Aber unsere Hoffnung und Zuversicht ist, dass auch wir am Ende auferstehen werden zu einem neuen und ewigen Leben. Auch unser Weg ist schlussendlich eine Heimreise zum Vater. Lasst uns also nicht voll Entsetzen und Furcht sein wie die Jünger (V. 32), sondern mutig und freudig vorangehen, weil wir wissen, dass am Ende des Weges unsere ewige Heimat auf uns wartet.