12. Februar - Mk 8, 31-33

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Kommentare: 1
  • #1

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Freitag, 12 Februar 2016 10:38)

    Hallo Geschwister,

    hier einige Gedanken zum heutigen Text:

    1) Kaum hat Petrus das Bekenntnis ausgesprochen, dass Jesus der Messias sei, folgt weitere Offenbarung, nämlich Jesu erste Leidensankündigung. Hier bestätigt sich das Prinzip: Angenommenes Licht bringt mehr Licht (das Gegenstück dazu lautet: Angenommene Finsternis bringt mehr Finsternis - ein Warnung an alle Kinder Gottes). Oder um es in biblischen Worten zu sagen: "Denn wer hat, dem wird gegeben werden" (Mk 4,25a). Streben nach Gotteserkenntnis lohnt sich. Mit zunehmender Erkenntnis (oder auch Bekenntnis) schenkt Gott noch mehr Offenbarung. Dies ist Ansporn und Verpflichtung zugleich.
    Tägliches Bibellesen/studium, Austausch mit anderen Christen (z.B. hier im Blog, Hauskreis und Gemeinde) und Bekenntnis vor anderen Menschen wird mit zunehmender Gotteserkenntnis belohnt. Lasst uns uns selbst als Lernende sehen, die nie aufhören zu fragen, wie und wer Gott ist.

    2) Kaum hatte Petrus diesen Lichtblick, stürzte er auch schon wieder ab. Öffnete sich ihm der Himmel für einen kurzen Augenblick, zog er sich im nächsten rasant wieder zu. Zwischen Erkenntnis und Verblendung liegen nur wenige Verse. Was war das Problem? Petrus hatte ein Messiasbild, dass dringend korrigiert werden musste. Hatte er kurz zuvor noch Jesus als Messias bekannt, lehnte er nun die neue Offenbarung (Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu, V. 31) ab. Jesus sprach ihn daraufhin mit dem harten Wort "Weiche von mir, Satan" (V. 33) an. Wie können wir das verstehen (vgl. dazu Mt 4,10)?

    Auch in meinem Leben lagen geistliche Höhe- und Tiefpunkte schon häufig so nah beieinander, dass ich mich gewundert habe, wie das möglich ist. "Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle!" (1Kor 10,12).
    Auch möchte ich mein Gottesbild immer wieder von Gott und seinem Wort korrigieren lassen. Dafür ist das bereits oben erwähnte Bibelstudium und der regelmäßige Austausch mit anderen Christen notwendig.