29. Januar - Mk 6, 14-29

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Jonas (Freitag, 29 Januar 2016 11:55)

    Hallo ihr Lieben,

    ich weiß nicht, wie es euch heute ging, als ihr den Text gelesen habt, aber ich wurde ziemlich unruhig und traurig im Herzen. Da ist Johannes der Täufer, "ein gerechter und heiliger Mann", den Herodes sogar mochte, der aber dann durch eine Dummheit des Herodes umgebracht wurde.
    Meine Gefühle sind aus verschiedenen Perspektiven begründet:
    1) In Bezug auf das Gerechtigkeitsverständnis: Die ganze Geschichte ist so ungerecht!
    2) In Bezug auf Herodes: Wie blöd oder leichtsinnig muss man sein? Ein junges, in seinen Augen, attraktives Mädchen schafft es, den Verstand dieses Mannes total außer Kraft zu setzen, sodass er ein völlig unüberlegtes, unreflektiertes Angebot macht, welches er auch nicht mehr zurücknehmen kann!
    3) In Bezug auf mich/uns selbst (Anwendung): Die Bibel ruft uns oft zu Nüchternheit und Wachsamkeit auf. Nicht zu unrecht! Lest gerne mal die beiden Kapitel 1Thess 5 & 1Petr 5. Es gibt nichts, wozu die Menschen nicht fähig wären. Auch wir Christen sind davon nicht ausgenommen.
    4) In Bezug auf Gott: Warum lässt er es zu, dass Joh.d.T. wegen so einer Dummheit ums Leben kommt?
    Dasselbe habe ich mich bei Stephanus gefragt, ein Mann voll heiligen Geistes (Apg 6-7). Aber diese Frage stellte sich schon immer und stellt sich genauso heute.
    Diese Tatsache kann uns aber auch ewig beruhigen, da wir wissen: Gott hat alles in seiner Hand. Und auch du und ich sind in seiner Hand. Und wenn er in seiner Souveränität uns früher zu sich nach Hause holt und das womöglich noch durch eine "ungerechte Handlung", wie bei Joh.d.T., dann weiß Gott schon warum, auch wenn es für uns hier auf Erden ein Geheimnis bleibt.

    "Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch,
    nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen!
    Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen." (1Petr 5,10f)