19. Januar - Mk 4, 10-20

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Kommentare: 2
  • #1

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Dienstag, 19 Januar 2016 08:33)

    Hallo Geschwister,

    1) Im heutigen Textabschnitt haben wir das seltene Privileg, ein Gleichnis von Jesus selbst ausgelegt zu bekommen. Wie würdet ihr also den Hauptgedanken/ die Kernaussage dieses Gleichnisses zusammenfassen?

    2) Die bereits gestern gestellte Frage möchte ich nochmal aufgreifen: Wie sind V. 10-12 zu verstehen (für genauere Fragestellung siehe gestrigen Beitrag von Marcus)?

  • #2

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Mittwoch, 20 Januar 2016 09:19)

    Hier noch nachträglich mögliche Antworten auf die zwei Fragen:

    zu 1)
    Gottes Wort wird von vielen Menschen gehört (V. 1), kann aber aus diversen Gründen fruchtlos bleiben oder aber seine Wirkung voll entfalten. Wie nimmst du Gottes Wort auf (V9)?

    zu 2)
    Hier bestimmte Jesus die Gleichnisse für die, "die draußen sind" (V. 11), also für die Nicht-Nachfolger Jesu. Sie sollten die Wahrheiten Gottes zwar hören, doch sollte es ihnen unverständlich bleiben. Die Jünger dagegen konnten sie verstehen und zwar aus zwei Gründen (so wie ich es verstehe):
    a) Die Gleichnisse wurden den Jüngern stets von Jesus privat ausgelegt (V. 34).
    b) Die Jünger waren solche, die "Ohren hatten zu hören" (V. 9) und hatten deswegen Einblick in Gottes Wahrheiten (V. 11).
    Bleibt die Frage, warum Jesus den Nicht-Nachfolgern Gleichnisse erzählte, die sie nicht verstehen sollten. Jesus gibt die Antwort in V. 12 mithilfe eines alttestamentlichen Zitates. Die Nicht-Nachfolger sollten aufgrund der offenbarten Wahrheit (die sie aber nicht verstanden) gerichtet werden können. Hier gilt das Prinzip: Mehr geoffenbartes Licht bringt auch mehr Gericht. Warum verhält sich Jesus so? Ich denke, es hat mit der vorangegangenen zentralen Ablehnung aus Kap. 3 zu tun. Hier gab es einen Wendepunkt in Jesu Dienst, weil es zur "Lästerung gegen den HG" kam. Diese Thematik und ihre fatalen Folgen haben wir ja bereits angesprochen. Für diese Menschen gab es nur noch ein sich aufhäufendes Gericht Gottes.
    Aber einen kleinen hoffnungsvollen Hinweis meine ich noch zu erkennen: Durch die Gleichnisse und die damit verbundene stattfindende Offenbarung hatten Einzelne immer noch die Möglichkeit, zum Glauben an den Messias zu kommen. Sie mussten nur sensibel und offen dafür sein, also "Ohren haben zum hören" (V. 9).