13. Januar - Mk 3, 7-12

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Kommentare: 3
  • #1

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Mittwoch, 13 Januar 2016 07:02)

    Hallo Geschwister,

    1) Schaue dir die Orte und Gegenden, die Markus aufzählt, auf einer Landkarte an. Was fällt auf?

    2) Wie schon zuvor verbietet Jesus auch hier den unreinen Geistern, seine Identität preiszugeben. Warum wohl?

  • #2

    Jonas (Mittwoch, 13 Januar 2016 08:14)

    Hallo ihr Lieben.

    Wo etwas außergewöhnliches passiert, sind die Schaulustigen da. Das ist ein ganz menschliches Phänomen.
    Um auf die zweite Frage aus Schwarzbrot einzugehen: Das ist wohl auch der Grund, warum meistens charismatische und Pfingstgemeinden mehr Zulauf haben, als andere Freikirchen. Da passiert was. Da gehts ab. Da kann man was erleben. Die Frage ist nur: Was erlebte ich dort?

    Ich freue mich über unsere Zusammenkünfte. Es passiert scheinbar nichts spektakuläres, aber Gottes Wort wird versucht bestmöglich auszulegen und anzuwenden. Geistliche Lieder mit Tiefgang werden gesungen und Gebet spielt eine wichtige Rolle, weil wir an Gottes Handeln durch unsere Gebete glauben (Mt 7,7). Wir vertrauen und erwarten Gottes Wirken in unserem eigenen Leben und dem anderer Menschen, die uns begegnen. Und bei uns geschehen wunderbare Dinge, wenn auch nicht äußerlich spektakulär. Menschen kommen zum Glauben, andere kommen in ihrem Glauben weiter. Auch wenn es nicht die Massen sind. Jesus liefen zwar die Massen hinterher, aber nur wenige folgten ihm wirklich nach. Lasst nicht nach dafür zu beten, dass Menschen zu unseren Versammlungen kommen und Jesus als ihren Herrn und Retter annehmen. Wie gestern gehört: Der Himmel freut sich über einen Sünder der umkehrt zu Jesus. Das ist das spektakulärste was passieren kann. An alle CINFler die Erinnerung und herzliche Einladung zu unserem Gebtesabend heute um 19:00 Uhr beim Siggi.

  • #3

    Artur Janzen (CINF/BBG) (Mittwoch, 13 Januar 2016 23:47)

    Hier die Antworten zu meinen Fragen:

    zu 1)
    Es fällt auf, dass Menschen aus allen Richtungen und Regionen Israels kommen. Der Mittelpunkt ist eine Gegend in Judäa, wo sich alles zusammenzieht. Jesus erreicht hier ein breites Publikum. Mal sehen, wie Jesus darauf reagieren wird.

    zu 2)
    Man kann mehrere Gründe annehmen, warum Jesus den unreinen Geister verbietet, seine Identität preiszugeben. Hier sind zwei Möglichkeiten:

    a) Jesus wollte kein Zeugnis von Dämonen über seine göttliche Identität. Dagegen führt er in Joh 5,31ff. vier Zeugen an, die er als zuverlässig ansieht: Johannes d. T., seine eigenen (übernatürlichen) Werke, Gott der Vater, das AT.

    b) Jesus wollte seine Identität nicht zu offensichtlich darstellen. Das wird immer wieder deutlich, wenn man die Evangelien liest. Deswegen gab es auch immer Sekten und Gruppierungen, die die Göttlichkeit Jesu anzweifelten (z.B. die Zeugen Jehovas). Scheinbar hatte Jesus kein Interesse daran, "bewiesen" zu werden. Vielmehr gab er zahlreiche Hinweise auf seine Göttlichkeit, die von sensiblen und offenen Zuhörern erkannt werden konnten (die Wunder alleine waren keine Beweise seiner Göttlichkeit; Übernatürliches haben auch Menschen im AT vollbracht). "Wer Ohren hat zu hören, der höre!" lautet eine ständige Aufforderung Jesu. Er wollte nicht bewiesen werden sondern erkannt werden. Das ist ein feiner und doch entscheidender Unterschied. Beweise zwingen, Hinweise nicht.
    Ich denke, dass Gott prinzipiell so handelt. Es gibt meines Erachtens genug Hinweise in dieser Welt, dass Menschen Gott erkennen können. Aber es gibt nicht genug, um sie zum Glauben zwingen zu können (nebenbei: ein Beweis im klassisch-mathematischen Sinne würde jeden Glauben überflüssig machen). Gott zwingt sich also nicht auf und so tat es Jesus in seiner Erdenzeit auch nicht.

    Für weitere Auseinandersetzung mit diesem Thema verweise ich auf das sog. "Messiasgeheimnis" (unter diesem Titel läuft diese Thematik in der Theologie).