2. Januar - Markus 1, 9-13

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Kommentare: 5
  • #1

    Jonas & Silvia Leinberger (Samstag, 02 Januar 2016 12:51)

    Wir gehören zu CiNF & Bibel Baptisten Nürnberg

    Frage zum Text: Warum ließ Jesus sich taufen?
    Frage zur Anwendung: Wie reagiere ich, wenn Versuchungen kommen?

  • #2

    Artur Janzen (Samstag, 02 Januar 2016 13:59)

    Hallo Geschwister,

    1) Eine Frage drängt sich bei der heutigen Textlese auf: Warum hat sich Jesus von Johannes d. T. taufen lassen, der ja eine "Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden" (V. 4) anbot?
    Hilfreich für die Beantwortung ist hier V. 8.10 und Mt 3,15.

    2) Welche Bedeutung hat die Zahl 40 in Verbindung mit der "Wüste" häufig in der Bibel?

    zu 1)
    Jesus ließ sich aus mindestens zwei Gründen von Johannes d. T. taufen:
    a) Identifikation mit der Botschaft des Johannes: In V. 7.8 wird eine Person durch Johannes d. T. angekündigt, dessen Merkmal die Geistestaufe sein soll. In V. 9.10 zeigt Markus nun, dass die Rede von Jesus war. Dieser nämlich ließ sich mit Wasser taufen und empfing öffentlich den HG. Damit war klar, dass dieser Jesus derjenige war, von dem Johannes d. T. gesprochen hatte. Das Wasser-Geist-Motiv ist das verbindende Element beider Textabschnitte.

    b) Identifikation mit den Sünden der Menschen: Durch die Empfängnis der Bußtaufe identifizierte sich Jesus mit der Sünde der Menschheit. Er zeigte hier bereits an, was er am Kreuz vollständig ausführen würde: das stellvertretende Büßen der menschlichen Sünde (vgl. Mt 3,15; Mk 10,38).

    zu 2)
    Die Verbindung der Zahl 40 mit der "Wüste" deutet in der Bibel häufig auf eine Vorbereitungszeit hin. Mose musste 40 Jahre als Viehhirte in der Wüste arbeiten, bis er sein adelig-ägyptischen Hochmut abgelegt hatte und auf seine Leitungsaufgabe vorbereitet war. Das Volk Israel musste 40 Jahre durch die Wüste wandern, bis sie bereit zur Landnahme waren (4Mo 32,13; 5Mo 8,2). Und auch Jesus musste 40 Tage in der Wüste ausharren und die Versuchungen Satans über sich ergehen lassen, bis er mit seinem öffentlichen Dienst beginnen konnte.
    Die Wüste steht für Hitze, Anstrengung, Unannehmlichkeiten und Einsamkeit. Manchmal führt uns der Herr auch in die Wüste, um uns geistliche Lektionen zu lehren und uns vorzubereiten. Befindest du dich gerade in einer Wüstenphase? Bedenke: Die Wüste hält für dich ganz besondere Gottes-Erfahrungen bereit, die du nur dort machen kannst.

  • #3

    Marcus (CINF) (Samstag, 02 Januar 2016 18:44)

    Hallo,

    sehr interessant, die Vorbereitung der Taufe mit dem Heiligen Geist.

    Im Zusammenhang der ersten Verse im Markusevangelium fällt sehr stark diese Harmonie auf, die sich durch die ganze Bibel zieht, Vergleiche/Parallen die auf Jesus hinweisen:
    - Johannes d. T. wird als Bote angekündigt (=ein Bote sollte den Weg für den König (hier Jesus) bereiten)
    - die Bedeutung des Namens 'Johannes' (=der Herr ist gnädig) - die Gnade, die Gott allen Menschen erweist durch Jesus
    - seine Herkunft (=Cousin Jesu)
    -...
    Wen fällt noch etwas diesbezüglich auf?

  • #4

    Otto & Manuela Drazil (Samstag, 02 Januar 2016 21:39)

    Mögliche ergänzende Antwort zu Frage 1:
    Da Jesus nach Johannes 14,6 der Weg ist, der zum Vater führt, der mit Buße und Umkehr beginnt, dient Jesus hiermit als Vorbild und geht uns den Weg voraus.

  • #5

    Siggi (Sonntag, 03 Januar 2016 00:33)

    Interessant auch hier zu sehen, dass Jesus trotz Geistesleitung bzw. gerade auch dadurch Versuchungen ausgesetzt ist. Dies erinnert mich ganz stark an Jakobus 1,2-4 und bedeutet für uns, dass auch wir nicht davon verschont werden und dass das keinesfalls heißen muss, dass wir auf dem falschen Weg sind, sondern durchaus auf dem richtigen und einfach darin ausharren und uns bewähren sollen.